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Müssen tausende Bürger sich auf eine Umsiedlung vorbereiten? Wenn von Befürwortern der Dichtheitsprüfung das hohe Gefahrenpotential undichter privater Abwasserleitungen so wie bisher als "offensichtlich" vorgetragen, tatsächlich besteht, dann muss man folgendes hypothetisches Szenario sehen: Ein defektes Abwasserrohr trägt danach Tag für Tag be- deutende Mengen von Schadstoffen aus, die auf dem Jahrzehnte, Jahrhunderte nicht abgebaut werden. Der irgendwann erfolgende tatsächlich Grundwassereintrag speist sich zu diesem Zeitpunkt ausschließlich aus dem mittlerweile belasteten Boden darüber, unabhängig da- von, ob oben gleichzeitig weitere Einträge erfolgen. Bei älteren Leitungen, an denen Defekte erkannt werden, muss man davon ausgehen, dass die Undichtigkeit be- reits Jahrzehnte besteht. Dichtet man lediglich das Rohr ab, dann erfolgt der Schadstoffeintrag ins Grundwasser ungehindert und verändert noch über weitere Jahrzehnte. Wenn wirklich die Grundwassergefährdung im Vordergrund steht, dann muss man konsequenterweise nun auch den Boden um und unter der Austrittsstelle großräumig austauschen. Zumindest in Wasserschutz- gebieten müsste man genau darauf bestehen. Welchen Grund kann es dafür geben, dass genau diese Forderung nicht öfffentlich gestellt wird? Selbst bei überzeugten Prüfungsbefürwortern in der Politik müssten aber nach derartigen Überlegungen Zweifel aufkommen. Entweder stimmen die Gefährdungs- szenarien nicht, oder man muss tatsächlich nun tausende Bürger auf Umsiedlung vorbereiten, weil nicht nur Rohre, sondern auch der Boden unter ihren Häusern bis in große Tiefen entsorgt werden muss. Oder ist es doch eher so, dass Verunreinigungen fast immer nur wenige Zentimeter um eine Schadstelle herum nachweis- bar sind und eine langsame Versickerung bis in große Tiefen gar nicht stattfindet? Dann aber besteht in der Tat weder kurz- noch langfristig irgendeine öfffentliche Gefahr, die im Allgemeinen nicht einmal innerhalb von Wasserschutzgebieten I+II einen Generalverdacht rechtfertigt.
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